5 ½ Fragen an Anke Zormeier

„Anke Zormeier könntest Du mal interviewen“, schrieb mir kürzlich Claudia Schulte (ihr Interview findest Du hier). Ein paar Tage später lente ich Anke dann zufällig beim Erste-Hilfe-Kurs in unserem Haus kennen – zu dem sie sich über einen anderen gemeinsamen Kontakt angemeldet hatte. Wie klein doch die Welt ist!

So, und hier ist nun das Interview mit Trainerin und Coach Anke Zormeier zum Abschluss des Jahres 2018 😊.

Viel Spaß beim Lesen!

 1. Wie lange gibt es Dein Unternehmen?

Ich habe Frischluft | Coaching+Training 2010 gegründet. Bin zwischenzeitlich mal auf „halbe Abwege“ gekommen und nun seit einem Jahr wieder 100% dabei, Teams in Teamentwicklungen zu begleiten, ihren gemeinsamen Weg zu finden und ihn zusammen zu bestreiten.

2. Wie bist Du zu Deiner jetzigen Tätigkeit gekommen?

Meiner ursprünglichen Ausbildung und Tätigkeit entspricht die Selbständigkeit nicht so ganz.

Ursprünglich habe ich BWL studiert und habe dann viele Jahre im Marketing gearbeitet. So vor 15 Jahren hatte ich den Impuls, mich als Guide oder ähnliches nebenher zu betätigen und habe eine Ausbildung zum Hochseilgartentrainer gemacht. Dort war ich nebenher eine Weile tätig. Immer wieder stand auch dort die Anfrage für Teambuilding im Raum. Bei internen Fortbildungen habe ich Feuer gefangen für das Thema. Das Thema hat mich gepackt gehabt, da allein das „Draußen-sein“ in Verbindung mit der einen oder anderen Aufgabe immer was mit dem Menschen gemacht hat.

Und weil es auch gutgetan hat, wieder was Neues zu lernen, habe ich dann verschiedene Ausbildungen absolviert wie Trainer, syst. Coach, erlebnispädagogische Methoden und Tools, Stressmanagement oder Bergwanderführer. Ich wollte mehr mit Menschen arbeiten und sie unterstützen, mit den Stolpersteinen des Büroalltags im Team besser umzugehen.

Und so habe ich 2010 den Schritt in die Selbständigkeit gewagt. Natürlich hilft mir mein damaliges Studium heute, mein Unternehmen zu führen. Besonders für Steuern und Buchhaltung habe ich damals richtig gepaukt und das unterstützt mich jetzt schon sehr, die Zahlen und steuerliche Infos zu verstehen 😊. Auch die Jahre im Marketing möchte ich nicht missen für gute Veranstaltungsorganisation im Vorfeld und natürlich auch die Erfahrungen im Arbeitsumfeld gesammelt zu haben. Und doch ist jetzt alles ganz anders von der Tätigkeit her.

3. Würdest Du die gleiche Ausbildung noch einmal machen, wenn Du nochmal vor der Wahl stündest?

Ja ich denke irgendwie schon. BWL gibt einem eine gute breite Basis. Sicherlich ist heute vieles anders an den Hochschulen, moderner, der Zeit angepasster von den Methoden und auch Inhalten. Aber von der groben Ausrichtung her hat es schon gepasst. Und alle späteren Ausbildungen ergänzen das Wissen wunderbar.

4. Was inspiriert Dich im Job am meisten?

Mich inspiriert die Arbeit in und mit der Natur und den Weitblick, den ich da oft habe. Den Blick schweifen lassen und durchatmen und doch auch die Details in der Natur entdecken, inspiriert mich persönlich. Und auch die Teilnehmer brauchen oft nicht viel – alles steckt in ihnen, um mit den richtigen Fragen, Erkenntnisse zu gewinnen, aus Erfahrung zu lernen und Impulse für den Büroalltag zu bekommen.

Mich inspiriert es auch, wenn ich sehe, wie sehr ein Tag draußen „der Sache“ dient – raus aus dem normalen Setting, raus aus der Komfortzone und schon passieren viele kleine positive Dinge mit den Menschen, von denen sie mit und im Team profitieren.

5. Was war das Außergewöhnlichste, was Du bisher getan hast?

Außergewöhnlich war sicherlich meine Ausbildung für mobile Seilbauten. Mobile Seilbauten bedeutet einen Seilgartenparcours im Wald selber anzulegen – mobil eben, nicht dauerhaft aufgebaut. Da „durften“ wir selber Sicherungen in Bäume legen, um selbständig auf ca. 10 Meter Höhe zu kraxeln und dann dort eine Hochseilübung aufzubauen. Da hat man schon zig-mal überprüft, ob alle eigenen Sicherungen passen, wenn man da oben hängt und eine freie Hand braucht. Anfangs waren Anspannung und Adrenalin enorm. Dazu schneite es noch wie wild im Frühjahr. Die Temperaturen waren entsprechend. 😊

5 ½. Eine halbe Frage zum Abschluss: Dein Tipp für die Mittagspause?

Ich finde die Neuhauser Wohnküche immer wieder sehr charmant oder koche mir selber gern was, wenn ich Bürotage habe.

www.frischluft-training.de

Fotocredit: Simone Naumann