5 ½ Fragen an Daniel Wiedemann

„Virtual Reality ist so ein Hype!“
Mit diesem Slogan wirbt Daniel Wiedemann um Teilnehmer für seine akademische Studie, die er in den Räumen von Mein Arbeits(t)raum Untergiesing durchführt.

Für seine Doktorarbeit sucht er Probanden, die Erfahrungen mit einer Cutting Edge VR Gaming Anwendung machen wollen. Neugierig?

Dann viel Spaß beim Lesen!

 1. Wie lange gibt es Dein Studio-Label schon?

FIERY THINGS habe ich 2013 während meiner Masterarbeit ins Leben gerufen um meine unterschiedlichen Projekte unter einem Namen zu bündeln.

2. Wie bist Du zu Deiner jetzigen Tätigkeit gekommen?

Nach meinem Kommunikations-Design Studium an der Akademie U5 in München arbeitete ich zuerst für einige Jahre in der Werbung. Zuletzt war ich als Art Director Experience Design im Heye Digital Lab in Hamburg tätig.

Es reizte mich aber schon deutlich länger hoch interaktive und immersive Anwendungen zu entwickeln. Die Kombination aus Design und Software-Entwicklung hatte es mir angetan. Speziell Games gehörten schon immer zu meinen Leidenschaften, weshalb ich mich dazu entschloss ein weiteres Studium abzuschließen. An der Middlesex University London konnte ich mit Abschluss eines Master of Science in Creative Technology meine autodidaktisch erworbenen Programmier-Skills bestätigen und erweitern.

Mit den Themen Games und neuartige Interface Technologien wie Virtual Reality in greifbarer Nähe, entschied ich mich dafür diese Ausbildung noch weiter zuführen. Ich begann mein PhD Studium und widmete meine Zeit der Games-Entwicklung und der internationalen Forschung im selbigen Bereich. Bei Mein Arbeits(t)raum erforsche ich heute in meiner letzten Studie verschiedene Interface Mechaniken zu den Themen Virtual Object Interaction und Locomotion in VR. Die zugehörige Doktorarbeit werde ich 2019 abschließen und verteidigen.

3. Würdest Du die gleiche Ausbildung noch einmal machen, wenn Du nochmal vor der Wahl stündest?

Durch meine Ausbildung bin ich in Sachen Design und Software-Entwicklung breit aufgestellt. Die naheliegende Kombination aus beidem liegt in der Games Entwicklung. Da das quasi mein Kindheitstraum ist, denke ich, ist soweit doch alles ganz gut gelaufen.

4. Was inspiriert Dich im Job am meisten?

Man muss immer am Puls der Zeit bleiben. Ständig entwickeln sich Hard-, Software und Design weiter und bieten neue Möglichkeiten. Genauso wichtig sind aber auch die „alten“ Medien wie Filme und Bücher, die eine nicht endende Quelle an visueller und narrativer Inspiration bieten. Zum Schluss ist es aber auch einfach sehr erfüllend zu sehen, wie jemand in Dein Spiel eintaucht und davon mitgerissen wird.

5. Was war das Außergewöhnlichste, was Du bisher getan hast?

Puh, das ist schwer. Als Ex-Funsportler hab ich schon ein paar Sachen gemacht (z.B. Skydiving).

Im professionellen Kontext würde ich aber meinen Besuch des uralten Sanatoriums am Grabowsee bei Berlin erwähnen. Nur mit Taschenlampe und Kamera bestückt bin ich in die dunkelsten und verfallensten Ecken dieses Gebäude-Komplexes von 1896 vorgedrungen. Dort habe ich für Texturen und Inspiration zu meinem Survival-Horror Spiel Gooze recherchiert. Wenn einem da die Taschenlampen Batterien aus gehen … that’s the stuff that bad dreams are made of.

5 ½. Eine halbe Frage zum Abschluss: Dein Tipp für die Mittagspause?

Powernap bzw. ein kurzer Mittagsschlaf, die beste Erfindung, der Südeuropäer ever!

www.fierythings.com/research
http://daniel-wiedemann.de/research/study3/study_de.html