5 ½ Fragen an Simon Zimmermann

Simon Zimmermann ist seit kurzem Teil von Mein Arbeits(t)raum Untergiesing.

Schon Simons Arbeit als Hochzeitsredner für freie Trauungen wäre spannend genug, um ihn darüber berichten zu lassen. Aber heute stellt er uns sein Herzensprojekt vor: „Ya Bana Global Care e.V.“ Neugierig geworden?

Dann viel Spaß beim Lesen!

 1. Wie lange gibt es Dein Unternehmen schon?

Seit mittlerweile drei Jahren leite ich als Hochzeitsredner freie Trauungen. Wer sich darüber näher informieren möchte, möge einfach „Hochzeitsredner“ + „Simon“ googeln und auf den ersten Link klicken.

Meinen Fokus will ich bei diesen  5 ½ Fragen auf etwas anderes richten. Eine spannende Organisation, die ich seit diesem Jahr mit viel Leidenschaft aufbaue. Sie trägt den schönen Namen „Ya Bana Global Care e.V.“ und stellt ein Dach für soziale Projekte dar, die neue Wege in der Entwicklungszusammenarbeit gehen wollen.

2. Wie bist Du zu Deiner jetzigen Tätigkeit gekommen?

Vor ca. 9 Jahren fuhr ich im Auto einer Mitfahrgelegenheit von München nach Stuttgart. Neben mir saß Rodrick, damals ein Fremder, heute Freund und Kollege. Er erzählte von seiner Heimat, dem Kongo und von seinem Wunsch, dort ein Projekt für Kinder in’s Leben zu rufen.

Ich wiederum erzählte ihm von meinem Studium „Management Sozialer Innovationen“ und wir erkannten – gemeinsam können wir das schaffen. Wir fingen an, eine Schule und eine Bäckerei im Kongo zu errichten mit dem Ziel, dass die Bäckerei langfristig den Schulbetrieb finanziert.

Aufbau durch Spenden, Erhalt durch Eigenverantwortung. Der Ansatz, gesellschaftlichen Mehrwert mit unternehmerischen Mitteln zu erzeugen, reizte mich schon im Studium, daher kann man sagen, dass meine jetzige Tätigkeit durchaus meiner Ausbildung entspricht.

3. Würdest Du die gleiche Ausbildung noch einmal machen, wenn Du nochmal vor der Wahl stündest?

Ja, ich würde „Management Sozialer Innovationen“ wieder studieren, denn es geht nicht nur um gesellschaftliche Herausforderungen, sondern auch die (unternehmerischen) Mittel, Lösungen zu entwickeln.

4. Was inspiriert Dich im Job am meisten?

Zu sehen, wie völlig unterschiedliche Kulturen auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten. Zu erleben, wie etwas, das anfangs nur als Idee oder Skizze existierte, Wirklichkeit wird und Menschen von dieser neuen Wirklichkeit profitieren.

5. Was war das Außergewöhnlichste, was Du bisher getan hast?

Es gab viele außergewöhnliche Situationen in meinem Leben, was mir gerade einfällt ist jedoch etwas, was für mich gewöhnlich, für die zuschauenden Kongolesen äußerst außergewöhnlich war.

Ich saß im Innenhof meiner Unterkunft und schrubbte meine Wäsche von Hand in einem Eimer Wasser. Damit zog ich viele erstaunte Blicke auf mich, denn die lokalen Anwohner kannten Europäer wenn überhaupt nur aus dem Fernsehen, wie sie Luxuswägen durch die Gegend fahren. Einen Europäer schwitzend beim Wäsche machen zu sehen, war wohl eine Neuheit.

5 ½. Eine halbe Frage zum Abschluss: Dein Tipp für die Mittagspause?

Man nehme was da ist und kreiere ein unkonventionelles Gericht daraus. Seltsame Kombinationen schmecken manchmal gar nicht schlecht.

www.yabana.org

www.straussundfliege.de