5 ½ Fragen an Christiane Maier & Stefan Vogelgesang

Mein Büro liegt im Erdgeschoss von Mein Arbeits(t)raum Untergiesing. Vor unserem Haus ist immer eine Menge los, da sich dort Freibad- und Pilgersheimer Straße kreuzen. Beim Telefonieren schaue ich daher gerne aus dem Fenster. An einem Vormittag im März fuhr dabei zufällig ein Auto der Vogelmaier Kaffeerösterei vorbei. Neben dem Namen stand auch die Adresse (Einsteinstraße in München) drauf. Und da ich regionale Anbieter immer interessant finde und die Einsteinstraße nicht weit weg von unserem Haus in Haidhausen ist, fragte ich spontan bei den Gründern Christiane Maier und Stefan Vogelgesang an, ob sie nicht Lust auf meine 5 ½ Fragen hätten. Hatten Sie 🙂 .

Viel Spaß beim Lesen!

 1. Was tut Ihr und wie lange gibt es Euer Unternehmen schon?

Wir, die Vogelmaier’s, das sind Stefan Vogelgesang und Christiane Maier. Unsere Vogelmaier Kaffeerösterei haben wir im August 2016 in München, Einsteinstrasse 125 eröffnet.

2. Wie bist Du zu Deiner jetzigen Tätigkeit gekommen? Entspricht sie Deiner ursprünglichen Ausbildung?

Erstmalig ist die Idee Kaffee zu rösten 2005 entstanden. Wir waren zu Besuch in Speyer und entdeckten einen Laden, der gerade renoviert wurde. Beim Blick durchs Schaufenster konnten wir bereits die zukünftige Bestimmung erkennen: ein kleiner Ladenröster wartete schon auf seinen Einsatz. Da wir damals unsere Kaffeebohnen hauptsächlich bei kleinen Röstereien gekauft haben, war dies für uns entsprechend inspirierend. Zu dieser Zeit waren wir jedoch noch in unseren „alten“ Berufen bzw. Karrieren fest eingespannt: Stefan als Abteilungsleiter in einem IT-Unternehmen, Christiane als freiberuflicher Business Consultant.

2013 haben wir uns die berühmte „Sinn-Frage“ gestellt und überlegt, was wir beruflich die nächsten 20 Jahre machen möchten/ können. In kreativen Brainstormings und dem Wunsch nach der Gründung eines eigenen Unternehmens wurde klar, dass – egal, was wir zukünftig tun – guter Kaffee essentiell ist. Stefan hat daraufhin eine Barista-Ausbildung bei der Berlin School of Coffee (BSOC) gebucht.

Nach dem Kurs stand fest, dass wir die Idee aus 2005 aufgreifen und weiter verfolgen würden. Im Juli 2013 folgte die Röstausbildung und Christiane machte ebenfalls eine Barista-Ausbildung – beides wieder bei der BSOC.

Von 2013 bis zur Eröffnung der Rösterei im August 2016 wurde sämtliche Freizeit in die Kaffee-Ausbildung sowie die Vorbereitung der Rösterei (Geschäftskonzept, Business Plan, Besuch von Fachmessen, Umbau und Einrichtung des Ladens etc.) investiert. Zugleich nutzten wir unsere Urlaube für Reisen in Ursprungsländer des Kaffee’s (Ruanda, El Salvador, Äthiopien). Stefan durfte als Praktikant in anderen Röstereien Erfahrungen sowohl als Barista als auch als Röster sammeln.

3. Würdest Du die gleiche Ausbildung noch einmal machen, wenn Du nochmal vor der Wahl stündest?

Ein Ja von ganzem Herzen!!

4. Was inspiriert Dich im Job am meisten?

Das Naturprodukt Kaffee ist einfach unglaublich: von der Kultivierung der Kaffeepflanzen im Ursprung, über die Ernte, die Aufbereitung, den Transport zu uns und schließlich die Veredlung von diesem kostbaren Rohstoff in unserer Rösterei. Wir staunen jeden Tag aufs Neue und dürfen zusammen mit unserem großartigen Team so viel lernen und erfahren – sei es über Kaffee, unsere Gäste und Kunden, unsere Lieferanten, Geschäftsprozesse …

Die vielen Facetten einer Ladenrösterei mit Coffeeshop und Seminar-Angebot sorgen für ein Höchstmaß an Abwechslung, Motivation und Inspiration.

Zudem sorgen unsere engagierten, wissbegierigen und bis unter die „Haarspitzen“ motivierten Mitarbeiter, für eine unversiegbare Quelle der Inspiration.

Für all das sind wir sehr dankbar.

5. Was war das Außergewöhnlichste, was Du bisher getan hast?

Mit 50 Jahren unsere Komfortzone zu verlassen, um beruflich komplett neu durchzustarten.

5 ½. Eine halbe Frage zum Abschluss: Dein Tipp für die Mittagspause?

In der Vogelmaier Kaffeerösterei ein leckeres Süppchen von der Münchner Suppenküche löffeln und als Dessert ein köstliches Kaffeegetränk genießen, um danach in jeder Hinsicht gestärkt an den Arbeitsplatz zurück zu kehren.

www.vogelmaier.de