5 ½ Fragen an Semir Fersadi

Im Zuge einer gemeinsamen Veranstaltung mit Zukunftslotse Thomas Strobel (hier geht es zum Interview mit ihm) lernte ich Semir Fersadi kennen. Der Unternehmensberater sieht sich als Brückenbauer und unterstützt u.a. Startups als kaufmännischer Leiter auf Zeit.

Neugierig geworden? Dann viel Spaß beim Lesen!

 1. Was tun Sie und wie lange gibt es Ihr Unternehmen schon?

Ich bin seit 12 Monaten selbständiger Unternehmensberater und mit einem Wort: Ich bin Ihr kaufmännischer Leiter auf Zeit. Ich sorge für Transparenz der Zahlen unabhängig von einer betriebswirtschaftlichen Auswertung und bilde eine Brücke zu Ihren Banken und Investoren. Dort fühle ich mich am wohlsten und helfe Unternehmerinnen und Unternehmern ihr Unternehmen auf stabile finanzielle Füße zu stellen. Diese Themen biete ich auch im Start –Up Umfeld an, da dort vor lauter Technologie das kaufmännische Rüstzeug oft fehlt. Über meine Partnerschaft zu einem Beratungsunternehmen und zu einem Family-Office bin ich zudem in der Lage Unternehmen in besonderen Situationen, wie z.B. die ungelöste Nachfolge, ein Gesellschafterwechsel oder die inhaltliche und finanzielle Begleitung in der Turn-Around-Situation aus der Sicht eines potentiellen Käufers anzuschauen. Unternehmen Lösungen schnell und unkompliziert anzubieten, das ist mein Slogan.

2. Wie sind Sie zu Ihrer jetzigen Tätigkeit gekommen? Entspricht sie Ihrer ursprünglichen Ausbildung?

Es war an der Zeit das zu tun, was ich schon immer tuen wollte. Geplant habe ich diesen Schritt nicht bewusst, ich habe aber den Zeitpunkt als richtig empfunden. Offen gesagt, gewünscht habe ich mir das „eigenständige und selbstständige Arbeiten“ schon sehr lange. Und ja, mein heutiges Wirkungsfeld entspricht meiner Ausbildung und meinen beruflichen Erfahrungen in 22 Jahren. Alles rund um die Themen Finanzen und Controlling, Prozesse und Strukturen, Ziele und Messbarkeit – das gehört zu den Aufgaben eines modernen kaufmännischen Sparringspartners eines Unternehmers. Und das lebe ich, dafür brenne ich!

3. Würden Sie die gleiche Ausbildung noch einmal machen, wenn Sie nochmal vor der Wahl stünden?

Ja, absolut. Die Zusammenarbeit mit Menschen, die Dinge zu durchdenken und dann zu entscheiden, was in dem Moment das Vernünftigste ist – das sind Dinge, die ich einfach gerne tue. Und- ich trage gerne die Verantwortung für die in diesem Moment gefallene Entscheidung. Wenn die mal nicht so richtig war, so kann ich immer noch einen Beitrag dazu leisten, diesen Weg zu beeinflussen und zu verändern. Wir müssen uns nur mehr trauen. Als ich seinerzeit in Regensburg Betriebswirtschaftslehre studiert habe, gab es Momente, da musste ich wirklich auf die Zähne beißen, aber – ich habe erfolgreich mit Diplom abgeschlossen, war sogar ein Semester im Ausland und habe danach direkt in der Wirtschaftsprüfung- und Steuerberatung angefangen. Das war insgesamt eine sehr lehrreiche Zeit.

4. Was inspiriert Sie im Job am meisten?

Fragen und Probleme neu zu interpretieren, die wie Legosteine auseinander zu nehmen und zu etwas Neuem zusammen zu setzen, das ist für mich eine tägliche Herausforderung. Und – der pure Zufall. Ich habe so viele Menschen eher spontan und zufällig kennengelernt, dass ich heute fest davon überzeugt bin, dass Das so sein sollte. Und täglich kommt etwas Zufälliges, Positives und Neues dazu, aus dem ich etwas machen kann. Ein Beispiel meines Tuns sind die drei „W-Fragen“, die zu mir genauso gehören wie die daraus entwickelten Lösungsempfehlungen. Menschen zu ihren passenden Lösungen zu führen, das ist genau mein Metier.

5. Was war das Außergewöhnlichste, was Sie bisher getan haben?

Der Schritt in die Selbständigkeit war das wirklich Außergewöhnlichste, da es mir persönlich gezeigt hat, was alles möglich ist, wenn Du dich nur traust. Und zeigt täglich, wer weiterhin zu Dir steht und wer nicht. Auch eine Erfahrung.

5 ½. Eine halbe Frage zum Abschluss: Ihr Tipp für die Mittagspause?

Es geht nichts über ein gutes Mittagessen im Kreise von Personen, mit denen Du gerne zusammen bist. Jedes Gespräch bringt eine Inspiration! So viel Zeit muss sein! Einen Italiener oder Vietnamesen kann ich nicht empfehlen, aber sich Hinsetzen, etwas Gutes zu Essen und abzuschließen mit einem guten Espresso – dann kann der Nachmittag beginnen.