5½ Fragen an Tom Zweck

Tom Zweck ist schon seit mehreren Jahren immer wieder für Projekte von Mietern bei Mein Arbeits(t)raum Untergiesing unterwegs. So haben wir uns kennengelernt. Nach einem Blick auf seine Homepage (www.derzweck.de) war klar: er ist prädestiniert für diese Interview-Reihe! Einen solch bunten Strauß an Talenten und Tätigkeiten habe ich noch selten bei einer einzelnen Person erlebt. Neugierig? Dann viel Spaß beim Lesen!

1. Wie lange gibt es Dein Unternehmen bereits?

Mich gibt es seit August 1977, der „Launch“ um endlich all meine Wünsche und Ideen zu verwirklichen.

2002 startete ich als Event-Manager und Organisator, mit verschiedenen Club-Veranstaltungen und Festivals, unter dem Firmennamen Zweck-Arrangements in die Selbstständigkeit.

3 Jahre später entstand, durch das Filmen der Veranstaltungen und Partys, die Montemedia-Videoproduktion. Wir produzierten neben kleinen Kurzfilmchen, Werbespots und Imagefilmen mehrere Jahre eine Gastronomie-Reportage für TVA und den BR in Regensburg – mit dem Titel „Die Spätschicht – geschlafen wird morgen“ und veranstalteten verschiedene Kurzfilm-Festivals mit.

In diesen ersten 10 Jahren fand ich meine Berufung zur Rampensau.

2. Wie bist Du zu Deiner jetzigen Tätigkeit gekommen? Entspricht sie Deiner ursprünglichen Ausbildung?

Ich hatte das Glück, neben den Tätigkeiten als Freiberufler, drei Ausbildungen abschließenzu können:

Designer für visuelles Marketing, Kaufmann für Groß- und Außenhandel und Werbeveranstaltungs-Kaufmann. Ehrlich gesagt war mir das meist zu unkreativ und ich ging heimlich in Vorlesungen der Uni Regensburg und zog mir zwei Jahre den Input aus Medien-Wissenschaften, Medienrecht und Literatur-Wissenschaften rein. Bis mich das Schicksal nach München holte und ich 4 Jahre bei Premiere und SKY in der Regie und Redaktion für den Jugendschutz bei Live-Formaten wie Big Brother tätig war.

Nebenbei habe ich verschiedene Promotions-Jobs gemacht und kam auf den Geschmack gutes Live-Marketing zu gestalten. So schrieb ich Konzepte für Promotion-Agenturen und Hersteller. Diese setzte ich auch live und direkt in Fachmärkten, auf Roadshows und Messen um. Im Speaker- und Entertainer-Flow brachte ich meinem Publikum als Produkttrainer viele Tipps, Tricks und Kniffe im Umgang mit Consumer-Elektronics unterhaltsam bei. Absichtslos machte ich mir auch gerne die Organisation von Aftershow-Partys und Rahmengestaltungen zur Aufgabe…- so kam es irgendwann zum Spitznamen „die Allzweckwaffe“.

Und 2015 entstand die Firmierung der::zweck Realisator für kreatives Live-Marketing.

Mit den Dienstleistungen: Moderation & Entertainment :: Projektsteuerung & Impulsgeber :: Videoredakteur & Produktionsassistenz  :: mit einem einmaligen Netzwerk. Eben, der Zweck und seine Mittel!

Seit diesem Jahr bin verstärkt als Verkaufs- und Kommunikationstrainer bei Hornbach und Expert gebucht, was mir sehr viel Spaß macht.

3. Würdest Du die gleiche Ausbildung noch einmal machen, wenn Du nochmal vor der Wahl stündest?

Ich bin mit meiner Ausbildung noch lange nicht am Ende –

und freue mich auf jede neue Herausforderung und wünsche mir ganz viel davon.

Wenn ich so zurückblicke, könnte ich auf den ein oder anderen Fehler verzichten – aber wären Rückschläge nicht passiert, hätte ich nicht daran wachsen können. So bin ich da, wo ich jetzt bin und das ist gut so! Mein Motto: „Weitermachen oder weiter machen? -egal, Hauptsache was machen!“

4. Was inspiriert Dich im Job am meisten?

Dazu fällt mir der fabelhafte Post eines Kunden nach dem Projektabschluss ein:
„Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht und hat’s einfach gemacht.“

Oft das Unmögliche doch möglich zu machen ist meine Sucht, etwas um 180° Grad zu drehen und trotzdem greif- und haltbar zu machen ist meine Lust.

Dank der vielen Erfahrungen die ich in den unterschiedlichsten Branchen machen durfte, ist mein Tätigkeitsfeld sehr vielseitig und jedes Mal inspirierend für sich selbst.

Ob ein Konzept für eine Webdesign-Agentur zu erstellen, die Projektsteuerung zum Roll-Out einer Marke zu organisieren, eine Show oder einen Vortrag zu moderieren, Impulse und neue Ideen zu Werbefilmen oder Marketing-Kampagnen zu geben oder als Kommunikations- und Verkaufstrainer Know-How und Verkaufs-Motivation zu vermitteln – die Authentizität und der ehrliche Spaß stehen dabei immer im Vordergrund.

5. Was war das Außergewöhnlichste, was Du bisher getan hast?

Zu dieser Frage könnte ich auch ein Buch schreiben, mit den Kapiteln:

…die stillgelegte Modellbau-Halle in Amberg mit wunderbaren Freunden zum Veranstaltungsort und Konzertsaal sanieren.

…ein mobiles HotDog-Wagen-Franchise starten.

…eine TV-Sendung in Bayern finanzieren, produzieren und moderieren.

…als Duracell-Häschen in der Metro den Playboy lesen.

…einen Energy- und Relax-Drink namens TiKAY mit 1 Mio Dosen herausbringen.

…einen Mann für Microsoft in der Münchner Bahnhofshalle schweben lassen und die Stadt in Gorillakostümen, mit dem Hashtag #einfachmachen vollsprayen.

…last but not least für die Jahresversammlung von Rotkäppchen spontan ein Floß bauen, um einen dosenförmigen Autoanhänger auf die Wörth-Insel am Schliersee zu transportieren.

Entscheide selbst – was für dich „außergewöhnlich“ ist.

Fortsetzung folgt…

5½. Eine halbe Frage zum Abschluss: Dein Tipp für die Mittagspause?

Später aufstehen und g´scheid frühstücken.

Auch bekannt unter dem Namen: Brunch und Weißwurscht-Frühstück.