5½ Fragen an Annette Jorga

Die Serie „5½ Fragen an…“ gibt es jetzt schon seit Januar 2016. Seither durfte ich viele interessante Menschen interviewen.  Und was läge da näher, als diese spannenden Gesprächspartner als Multiplikatoren zu verwenden und mir von ihnen weitere tolle Menschen empfehlen zu lassen? Somit freue ich mich sehr über Simone Brückners Empfehlung, der wir das heutige Interview mit Annette Jorga verdanken. Viel Spaß beim Lesen!

P.S.: Das Interview mit Annette Jorgas Co-Gründerin Elisabeth Schoch lesen Sie demnächst hier im Blog.

1. Was tun Sie und wie lange gibt es Ihr Unternehmen schon?

Wir von najka Agentur unterstützen Unternehmen tatkräftig dabei, sich zu optimieren. Nach meiner Überzeugung funktioniert ein Unternehmen – egal welcher Branche oder Größe – nur dann reibungslos, wenn zwei Faktoren berücksichtigt werden:

  • Ein gut organisiertes Backoffice, das bedeutet, die Verwaltung und der tägliche Ablauf
  • Zufriedene Mitarbeiter, die sich wertgeschätzt fühlen und sich aktiv in das Firmengeschehen einbringen

Die Idee, mein Wissen und meine Erfahrung in diesen Bereichen mit meinem eigenen Unternehmen anzubieten kam, als ich mit meiner guten Freundin und Nachbarin Elisabeth Schoch darüber sprach. Auch sie war auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung und da sie neben ihren tollen organisatorischen Fähigkeiten auch eine studierte Betriebswirtin ist – ein Bereich, der mir völlig fehlt – gründeten wir 2014 die najka Agentur.

Praktischer Hintergrund ist, dass wir beide als berufstätige Frauen und Mütter keine Zeit für lästiges ‚Suchen‘ verschwenden können und wollen. Daher haben wir eine Methode entwickelt, wie der Zeitaufwand für die Verwaltung im Büroalltag einfach und komfortabel so gering wie möglich gehalten werden kann.

Und der zweite Zeitfresser neben der Verwaltung sind unmotivierte Mitarbeiter, die Dienst-nach-Vorschrift betreiben. Hier kann durch qualifizierte Mitarbeiterbefragung sowohl die Motivation gesteigert als auch der riesige Ideenschatz der Mitarbeiter gehoben werden.

2. Wie sind Sie zu Ihrer jetzigen Tätigkeit gekommen? Entspricht sie Ihrer ursprünglichen Ausbildung?

Ich habe Soziologie studiert, speziell Arbeits- und Organisationssoziologie und dabei früh die Schiene ins Marketing gewählt. Dabei ist mir klargeworden, dass Strukturen, Routinen und gut geplante Abläufe das Arbeiten immens vereinfachen und beschleunigen. Meine Fähigkeit, ‚Ordnung ins Chaos‘ zu bringen, habe ich damals schon entdeckt und sie Stück für Stück zu meinem Beruf gemacht.

3. Würden Sie die gleiche Ausbildung noch einmal machen, wenn Sie nochmal vor der Wahl stünden?

Ja, ich habe es nie bereut, Soziologie studiert zu haben, denn so hatte ich die Möglichkeit, in vielen Bereichen meiner heutigen Tätigkeit die Grundlagen zu erlernen. Das reicht von Organisation und Strukturen über Kommunikations-Wissenschaften bis hin eben zum Marketing.

4. Was inspiriert Sie im Job am meisten?

Ich liebe den Moment, wenn wir bei einem neuen Kunden dessen Abläufe und Strukturen kennenlernen und ich ’sehen‘ kann, wo mit oft einfachen Mitteln Zeit und Nerven gespart werden können.

Laut einer Studie des Frauenhofer-Instituts werden in der Verwaltung eines durchschnittlichen kleinen bis mittleren Unternehmens bis zu 37% der Arbeitszeit mit Suchen verschwendet. Diese Zahl zu verringern und unseren Kunden mehr Zeit für ihr Kerngeschäft freizusetzen, macht Spaß J

5. Was war das Außergewöhnlichste, was Sie bisher getan haben?

Sie meinen beruflich? Ein Kunde dachte, er müsse neue größere Büroräume suchen, da alle Schränke und freien Flächen seines Büros mit Papier bedeckt waren. Als wir die Ablage organisiert und zum Teil digitalisiert hatten, war plötzlich genug Platz für drei weitere Mitarbeiter.

5½. Eine halbe Frage zum Abschluss: Ihr Tipp für die Mittagspause?

Wenn Pause, dann richtig. Soll heißen, wenn die Motivation sinkt, abschalten, Füße hoch und was ganz anderes machen. Das kann vom Power-Nap bis zur kleinen Runde mit dem Rad alles sein, was die Batterien wieder auflädt.