5½ Fragen an Angelika Bungert-Stüttgen

Ich kenne Angelika Bungert-Stüttgen schon so lange, dass ich mich nicht einmal mehr daran erinnere wo wir uns kennengelernt haben. Sehr wohl erinnere ich mich aber daran, dass sie die Einweihung von Mein Arbeits(t)raum Haidhausen (damals noch Office Center Ost) mit einer Ausstellung ihrer Bilder bereichert hat. Das war im Jahr 2010. Kinder, wie die Zeit vergeht! Seither hat sich auch bei ihr eine Menge verändert. Wie sie zur Freiraumfrau wurde und was es mit dem Freiraumbus auf sich hat, erzählt sie in den folgenden 5½ Fragen. Viel Spaß beim Lesen!

1. Wie lange gibt es Dein Unternehmen?

2002 wagte ich den Schritt in die Selbständigkeit. 2010 verordnete ich mir und meinen vielen Ideen dann eine Profilschärfung. Seitdem bin ich als Freiraumfrau® unterwegs.

2. Wie bist Du zu Deiner jetzigen Tätigkeit gekommen? Entspricht sie Deiner
ursprünglichen Ausbildung?

Ich bin auf mäandernden Wegen in meinem Berufsleben meiner Berufung gefolgt. Gestartet bin ich mit dem Studium der Innenarchitektur. Ich hatte da Glück, dass dieser Studiengang in Düsseldorf sehr künstlerisch angelegt war.
So wurde Zeichnen zu meiner Ausdrucksform. Lange war mir gar nicht klar, dass ich da ein besonderes Talent habe. Doch erstmal war ich als planende und bauleitende Innenarchitektin unterwegs. Immer blieb das Gefühl, dass da
noch was fehlt. Als Freiraumfrau machte ich mich dann auf den Weg um herauszufinden, was ich selber als Freiraum für mich definieren würde.
Schließlich wurde mir klar, dass ich noch eine berufliche Kurskorrektur brauche. So kam es, dass ich das Bauen an den Nagel hing.
Mein Zeichnen steht nun im Vordergrund, denn ich bringe die Herzensthemen meiner Kunden visuell auf den Punkt. Ich nenne das Reaktivzeichnen. Wenn ich aktuell innenarchitektonische Beratungen mache, dann konzentriere ich
mich auf skizzierte Ideen und Impulse.

3. Würdest Du die gleiche Ausbildung noch einmal machen, wenn Du nochmal
vor der Wahl stündest?

Damals habe ich mich das nicht getraut, doch wenn ich heute nochmal vor der Wahl stehen würde, dann würde ich gleich Kunst studieren.

4. Was inspiriert Dich im Job am meisten?

Ich freue mich immer, wenn mir Menschen ihre Herzensthemen anvertrauen und ich ganz in ihre Materie eintauchen darf. Ich liebe es, das Kernthema oder sagen wir besser das Herzensthema herauszuarbeiten und sichtbar zu machen.

5. Was war das Außergewöhnlichste, was Du bisher getan hast?

Vor 3 Jahren habe ich mir ein Wohnmobil gekauft, mit dem ich ganz real meinen Freiraum erfahre. Die Geschichte warum und wieso ich mit dem Freiraumbus unterwegs bin, die zeichne ich gerade und zwar als Comic. Ich glaube, dass ich mit meinem Weg andere inspirieren kann, sich auf die Suche nach dem Freiraum zu machen.
Und weil das Projekt Comicbiografie doch mehr Zeit in Anspruch nimmt, als ich es mir vorgestellt hatte, habe ich gerade ein damit verbundenes weiteres Herzensthema vorgezogen. Die in meinem Comic verwendeten Begriffszeichnungen (die sozusagen die inhaltliche Struktur des Comics darstellen) habe ich in einem Kartenset verarbeitet. Juchuh und nun ist es gerade fertig geworden und kann bei mir bestellt werden.

5½. Eine halbe Frage zum Abschluss: Dein Tipp für die Mittagspause?

In der Mittagspause schalte ich den Rechner aus und schaue, dass ich in der Natur sein kann. So kann ich meine Akkus besser auftanken.
Fotocredit: Susanne Görtz, goertz-fotografie.de