Wie die Zeit vergeht – ein paar Fragen mehr an Kerstin Timm

Im Januar 2016 beantwortete Kerstin Timm meine 5 ½ Fragen . Viele interessierte Leserinnen und Leser haben sich für das Interview begeistert. Seither ist eine Menge in Kerstins Leben passiert. Spannende Dinge! Neugierig? Dann viel Spaß beim Lesen!

1. Vor einem guten Jahr habe ich Dich zum ersten Mal interviewt. Gab es in dieser Zeit Veränderungen in Deinem (Berufs-)Leben?

Vieles hat sich verändert.

Begonnen haben diese Veränderungen mit einem Motorradunfall, der mich zwang fast drei Monate Ruhe einkehren zu lassen und mir Zeit gab meinen Gedanken, Wünschen, Träumen freien Lauf zu lassen. Daraus entwickelte sich der Wunsch nach einer Ausstellung in New York, die dann auch tatsächlich im August zur Realität wurde. Eine wunderbare Stadt, die mich mit offenen Armen begrüßte und sofort in ihr Herz schloss. So sehr, dass ich bereits im September eine persönliche Einladung ins Museum of Modern Art in New York hatte. Dort hatte ich mich kurz zuvor als Künstlerin qualifiziert. Eine weitere Reise in diese großartige Stadt folgte im Oktober, da ich einen Teil meiner Schmuckkollektion an Bergdorf Goodman an der 5th Avenue verkauft hatte und mir eine persönliche Übergabe angemessen erschien.

Ebenfalls im September kam die junge Modedesignerin Katharina Kleber im Zuge ihrer Bachelor-Abschlussarbeit an der AMD auf mich zu (Hier geht es zu den 5 ½ Fragen an Katharina Kleber), um Accessoires und eine komplette Schmuckkollektion für sie zu entwerfen und zu bauen.

Ein wunderbares Projekt, das am 04.02.2017 während einer Modenschau in der ausverkauften Muffathalle in München auf dem Catwalk vor begeistertem Publikum präsentiert wurde.

Direkt im Anschluss kamen die ersten Anfragen von Fashion-Fotografen und nun freue ich mich über zwei Veröffentlichungen meiner Schmuckstücke in der Vogue Italia und eine weitere ganz wunderbare Veröffentlichung in einem kanadischen Magazin. Hier sogar auf dem Cover: meine Schmuckstücke mit Prada in einer grandiosen Suite des Hotels Vier Jahres Zeiten in München.

2. Haben diese Erlebnisse Deine beruflichen Pläne in andere Bahnen gelenkt?

Es haben sich Türen geöffnet, von denen ich nur ahnen konnte, dass es sie wirklich gibt und nun darf ich sie erleben, genießen und freue mich in dankbarer Begeisterung!

3. Was hat Dich am meisten inspiriert bzw. beeinflusst?

Die Stadt New York war eine bezaubernde Bereicherung. Allein schon durch den Künstlerstatus im MoMA.
Die Fotoshootings, bei denen ich anwesend war, die Gedanken und Arbeiten rum um die Kollektion Artemis für Katharina Kleber…

4. Netzwerken ist ein Schlüssel zum Erfolg. Wen sollte ich Deiner Meinung nach dringend für die Reihe „5 ½ Fragen an…“ interviewen und warum?

Fashion-Photographer Bela Raba!
Warum? Kreativität und Perfektion ergeben eine unbeschreibliche Kombination, die sich in wunderbaren Bildern widerspiegeln und weil Bela ein ganz besonderer Mensch ist, den ich sehr zu schätzen gelernt habe!