Wie die Zeit vergeht – ein paar Fragen mehr an Sonja von Opel

Ist es wirklich schon ein Jahr her, dass Sonja von Opel meine 5 ½ Fragen beantwortet hat (hier geht’s zum Interview aus 2016)? Ja, ist es! Zeit, um nachzufragen was alles passiert ist. Und ich verspreche nicht zu viel, wenn ich sage: Es ist eine Menge passiert! Neugierig? Viel Spaß beim Lesen!

1. Vor etwa einem Jahr habe ich Dich zum ersten Mal interviewt. Gab es in dieser Zeit Veränderungen in Deinem (Berufs-)Leben?

Oh ja, es hat sich viel verändert in meinem beruflichen Leben. Im Sommer 2016 habe ich meine GmbH gegründet. Die SONJA VON OPEL SPORTS GMBH wickelt als Reiseveranstalter Laufreisen und Camps ab. Da ich alleinige Geschäftsführerin, Projektleiterin, Buchhalterin und Mädchen für alles bin, ist es nach wie vor eine One-Woman-Show, aber diesmal im offiziellen Gewand einer Rechtsform. Zweck dieser Gründung war der Wunsch, auf eigene Faust meine Camps organisieren und durchführen zu können und im Februar / März 2017 fand meine Premiere in Monte Gordo / Portugal statt. Zwei Gruppen à 24 Personen konnten mit mir und meinen Co-Coaches jeweils eine super sonnige Trainingswoche an der Algarve erleben. Nicht nur der Wettergott war uns hold, auch sonst hatte ich viel Glück: Keine Verletzten, keine vermissten Koffer bei der Anreise, nur zufriedene Gesichter bei meinen fleißigen Athleten begleiteten mich durch diesen spannenden Auftakt, das erste OPEL RUNNING CAMP! Abgesehen davon, dass der finanzielle Erfolg ein ganz anderer ist, wenn man selbst so ein Camp organisiert und abwickelt, vor allem konnte ich als alleinige Chefin meine Ideen, Wünsche und Akzente einbringen und verwirklichen. Angefangen vom Begrüßungsgeschenk am Flughafen bis hin zu den selbstkreierten Laufshirts oder den Urkunden mit persönlichem Lauf-Foto, das Camp trug meine Handschrift und das kam gut an. Ich hätte nie gedacht, dass das Arbeiten so viel Spaß machen kann und bin ganz süchtig nach mehr Camps, mehr Ideenverwirklichung, mehr zufriedenen Kunden.

2. Haben diese Erlebnisse Deine beruflichen Pläne in andere Bahnen gelenkt?

Der Erfolg des ersten Camps motiviert mich zum Weitermachen. So ist bereits das nächste Camp buchbar: Das OPEL RUNNING CAMP in LECH AM ARLBERG vom 12. – 20. August 2017. Und schon wieder waren alle Einzelzimmer in Windeseile ausgebucht, aber noch sind einige Doppelzimmer zu haben. Wer also Lust auf Sommerfrische in den Bergen hat, tägliche Bewegung entlang des wunderschönen Lechufers nicht scheut, einen Partner hat oder Kumpel kennt, der mit ihm ins Doppelzimmer geht, um die Kulinarik des Viersternehotels Omesberg genießen zu können und diesen Urlaub mit der Teilnahme am Lecher Höhenhalbmarathon oder am kürzeren Tannberglauf am letzten Tag krönen möchte, der sollte schnell sein und sich anmelden: www.opelrunningteam.com.

Genug der Werbung, meine weiteren beruflichen Pläne bestehen natürlich darin, weitere Camps zu kreieren, aber ich gehe sehr langsam vor, da mein Sohn diesen Sommer gerade mal 16 Jahre alt wird und ich die nächsten zwei Jahre vor allem seine Erziehung und Betreuung im Fokus habe. Aber sobald er sein Abitur in der Tasche hat und den Weg mit ein bisschen weniger Unterstützung meinerseits weitergeht, möchte ich vier, fünf, sechs Camps pro Jahr organisieren und durchführen. Bis dahin laufen parallel mein Online-Coaching, meine Firmenlauftreffs, meine Seminare bzw. Vorträge und meine Autorentätigkeit weiter. Mir ist also nicht langweilig.

3. Was hat Dich am meisten inspiriert bzw. beeinflusst?

Mich treibt die Selbständigkeit, die Eigenverantwortung an. Neun Jahre lang konnte ich Camps als Coach von Runner’s World durchführen. Runner’s World hat mich als Trainerin „eingekauft“, aber im Grunde habe ich da auch schon alles in Eigenregie machen dürfen. Trotzdem lagen die Verantwortung, die finale Entscheidungsgewalt und auch der finanzielle Erfolg immer bei jemand anderem. Dass das nun anders ist, schubst mich auf ganz neue Art und Weise durch dieses Projekt. Ich empfinde meine Arbeit nicht als Job, sondern als wunderschöne Aufgabe, die mir Spaß macht. Ein bisschen kommt es mir vor wie das Organisieren meiner eigenen Hochzeit vor zwei Jahren. Da ging auch alles wie von selbst, weil ich einfach so unglaublich viel Spaß und Freude an allem hatte und es wurde ein traumhaftes Fest in den Bergen. Mich inspiriert also diese Magie der Eigenmotivation!

4. Netzwerken ist ein Schlüssel zum Erfolg. Wen sollte ich Deiner Meinung nach dringend für die Reihe „5 ½ Fragen an…“ interviewen und warum?

Sprich doch mal mit Christoph Zehetleitner. Der junge Mann macht eigentlich die IT der Universität München, hat aber auch ein Plattenlabel, eine eigene Band und eine Klamottenfirma. WILLPOWER heißt das Unternehmen, dass coole Kleidung für noch coolere Läufer macht und auch Chris ist eine One-Man-Show in diesem Bereich, der mit sehr viel Herzblut und Engagement seinen Weg geht. Außerdem ist er ein begeisterter Läufer und Läufer sind meistens spannende Menschen.