5 ½ Fragen an Maren Martschenko

Ich kenne Maren nun fast so lange wie es Mein Arbeits(t)raum gibt (also etwa sieben Jahre). Uns verbinden die Leidenschaft für die Berge und die Lust Neues zu kreieren. So war Maren u.a. als Referentin dabei, als wir 2010 und 2012 einen Impulstag für Unternehmerinnen bei Mein Arbeits(t)raum veranstaltet haben. Und wer sich wie Maren selbst als „Chief Enthusiasm Officer“ seines Unternehmens bezeichnet, lebt und liebt anscheinend, was er (sie) tut. Was das dann noch mit Freitags-Kühen zu tun hat? Lies selbst 🙂

1. Wie lange gibt es Dein Unternehmen?
Ich bin jetzt das achte Jahr als freiberufliche Markenberaterin für Solopreneure und kleine Unternehmen, insbesondere Startups tätig.

2. Wie bist Du zu Deiner jetzigen Tätigkeit gekommen? Entspricht sie Deiner ursprünglichen Ausbildung?
Ja und nein. Als ich nach der Elternzeit und mehrjährigem Auslandsaufenthalt den Wiedereinstieg plante, sah ich die Chance für einen Neubeginn. Irgendwie war wieder alles auf Anfang. Ich fragte mich zum ersten Mal in meinem Leben, was ich eigentlich wirklich gerne und gut mache. Vorher war ich im Versicherungsbereich gewesen. Dorthin wollte ich keinesfalls zurück.
Mir war klar, dass ich mein BWL-Wissen aus dem Studium mit meinem kommunikativen Talent verbinden wollte. So landete ich in einer PR-Agentur. Als Mutter von damals zwei kleinen Kindern war das gar nicht so einfach.

Einmal Fuß gefasst, war der Sprung zum Marketing nicht mehr weit. Nachdem ich fünf Jahre mein Kommunikationshandwerk in der Agentur erlernt und verfeinert habe, wurde der erste freie Beratungsauftrag an mich herangetragen. Das war der Startschuss in die Selbständigkeit.

3. Würdest Du die gleiche Ausbildung noch einmal machen, wenn Du nochmal vor der Wahl stündest?
Mein Motto war und ist: „Ich möchte von den Besten lernen.“ Ich habe meine Ausbildung bei einem der besten Unternehmen der Welt gemacht, der Münchner Rückversicherung, heute Munich Re. Dann habe ich an einer der besten Unis BWL studiert, der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Auch wenn ich heute nicht als Versicherungskauffrau arbeite, so kann ich doch auf sehr viel zurückgreifen, was ich in dem Unternehmen gelernt habe: Die Aufmerksamkeit fürs Detail, um Top Qualität sicherzustellen, und wie man eine komplexe Dienstleistung für andere greifbar macht.
Im Studium habe ich gelernt, komplexe Sachverhalte aufs Wesentliche zu reduzieren und in einfache Schaubilder zu packen. Davon profitieren meine Kunden und ich extrem. Rückblickend ist also alles richtig gewesen.
Ansonsten bin ich kein Fan von „Was wäre wenn…“, denn Leben findet im Indikativ statt.

4. Was inspiriert Dich im Job am meisten?
Die Menschen, mit denen ich zu tun habe.
Die Themen, die sie an mich herantragen.
Die Medien, die tagtäglich neuen Ideen und neues Wissen zu mir bringen.
Was möglich wird, wenn du dich echt fokussierst.
Dass ich es komplett in der Hand habe zu arbeiten mit wem ich will, wann ich will, wie ich will, wo ich will.

5. Was war das Außergewöhnlichste, was Du bisher getan hast?
Es sind keine großen Dinge, wie den Mount Everest besteigen oder so etwas. Ich habe aber festgestellt, dass ich ein paar Gewohnheiten habe, die andere nicht haben. Dazu gehört, freitags Kühe zu malen, einmal pro Woche 24 Stunden komplett offline zu sein, zweimal im Jahr dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen. Während ich diese Zeilen schreibe, bin ich zum Beispiel an der Costa Brava, um meinem Onlinekurs zu entwickeln.

5 ½. Eine halbe Frage zum Abschluss: Dein Tipp für die Mittagspause?
Sie zu machen (als Selbständiger ist das gar nicht so selbstverständlich) und zum Abschluss einen Espresso zu genießen.

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